Hendrichs Zeitgenossen

Zeitgenossen

In dieser Rubrik werden wir zukünftig noch weitere Personen aus Hendrichs privatem und künstlerischem Umfeld aufführen.



Dr. Bruno Wille, geb. am 6.02.1860 - gest. am 30.08.1939, Philosoph und Schriftsteller, bekennender Arnarchist und Begründer der Freien Volksbühne, wohnte bereits vor Hendrich in der Schreiberhauer Künstlerkolonie und war mit ihm befreundet. Wilhelm Bölsche, Schriftsteller und Naturwissenschaftler, geb. am 02.01.1861 - gest. am 31.08.1939, Zentralfigur des Friedrichshagener Dichterkreises, Initiator von Deutschlands erster Volksschule, gründete mit R. H. France und M. W. Meyer den "Kosmos", gab wichtige Impulse für die Lebensreformbewegung. Wie auch Hendrich wohnte er später in der Schreiberhauer Künstlerkolonie.
Berhard Sehring, Architekt, geb. am 01.06.1855 - gest. am 27.12.1941, baute zahlreiche Gebäude im In- und Ausland, unter anderem Theater und Wohnhäuser. 1901 erbaute er mit Hendrich die Walpurgishalle auf dem Hexentanzplatz in Thale. Seine Roseburg, unweit von Thale ist auch heute noch als Museum zu besichtigen.
Dr. med. Ernst Geyer (rechts), geb 1889, Freund Hendrichs, verfasste mehrere Berichte und zwei Bücher über Hendrich. Wilhelm Schölermann, Freund von Wassily, schrieb das Vorwort in der Bröschüre zum Hendrichsaal. Dr. Richard Biedrzynski, Kritiker, verfasste mehrere Bücher zu Film, Theater und Kunst und gab die Erläuterungen in dem Heft Halle Deutscher Sagenring.
Dr. Ernst Wachler, geb. am 18.02.1871 - gest. im Oktober 1945, nachdem er mit 1000 weiteren Deutschen aus Prag in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert worden war. Er war als Dramaturg, Leiter der Berliner Volksbühne und Chefredakteur der Weimarer Zeitung tätig und begründete mit Hendrichs Hilfe das Harzer Bergtheater. Wachler und Hendrich lernen sich im Jahr 1902/03 in Berlin kennen. Wachler besuchte in dieser Zeit den Jungbrunnentisch im Berliner Westen, der einen Kreis von Künstlern wie die Maler Georg Barlösius, Franz Stassen, Ernst Liebermann, Hermann Hirzel, Fritz Heise, Cristian Ferdinand Morawe und den Bildhauer Johannes Bossard, vereinte. Wachler war auch Mitglied der Germanischen Glaubensgemeinschaft (GGG) welche in seinem Bergtheather mehrere Allthinge abhielt. Für weitere Informationen bitte auf das Bild klicken. Otto Schönermark, geb. am 08.11.1865 - gest. am 04.03.1947, war Mitarbeiter an den Harzer Monatsheften des Harzclubs, Amtsvorsteher, später Ortsvorsteher der Gemeinde Thale und danach Bürgermeister. Setzte sich von Anfang seiner Amtstätigkeit gemeinsam mit Dr. Ernst Wachler, Hermann Hendrich und Theodor Nolte für den Bau des Harzer Bergtheaters ein. Theodor Nolte, geb. am 03.12.1848 - gest. am 11.02.1919, war als Bäcker, Verkäufer, später als Volksdichter und Heimatkundler tätig. Sein gemeinsamer Einsatz mit Hermann Hendrich, Otto Schönermark und Dr. Ernst Wachler trugen maßgeblich zum Entstehen des Harzer Bergtheaters bei.


Dr. Ernst Wachler und Hermann Hendrich



Dieser Filmausschnitt stammt von der DVD "Ein Jahrhundert Theater - Harzer Bergtheater Thale - 1903 - 2003" welche man dort erwerben kann.

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Siegfried Wagner, geb. am 06.06.1869 - gest. am 04.08.1930, Sohn Richard Wagners und Komponist. Dr. Carl Hauptmann,Schriftsteller, geb. am 11.05.1858 - gest. am 03.02.1921, Mitbegründer der Schreiberhauer Künstlerkolonie. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Nieder-Schreiberhau. Hans Paul Frh. v. Wolzogen, geb. am 1848 - gest. am 1938, Schriftsteller und Freund des Siegfried Wagner Kreises. Schrieb unter anderem das Vorwort zum Begleitheft der Nibelungenhalle.
Dr. Alfred Koeppen, Kunstkritiker und Freund Hendrichs, verfasste zahlreiche Berichte über Hendrich und seine Tempelkunst. Prof. Dr. Wolfgang Golther, geb. 1863 - gest. 1945. Er war Germanist und Wagnerforscher, verfasste mehrere richtungsweisende Bücher, wie "Handbuch der germanischen Mythologie"; als Freund der Wagner Familie schrieb er das Vorwort in dem großformatigen Kunstbuch Der Ring des Nibelungen. Gerhart Hauptmann, Schriftsteller, geb. am 15.11.1862 - gest. am 06.06.1946, kam mit seinem Bruder nach Schreiberhau. Er war später befreundet mit Hendrich.
Ludwig Jacobowski, Dichter, geb. am 21.02.1868 - gest. am 02.12.1900. Enger Freund Rudolf Steiners. Für sein Buch Loki - Roman eines Gottes gestaltete Hendrich den gesamten Buchschmuck.

Dr. Paul Wassily, geb. am 16.03.1868 - gest. am 07.05.1951, war Arzt und ein Freund Hendrichs, den er 1896 kennen lernte. Hendrich machte ihn auch mit den Wagnerkreis bekannt. Sein Kehdenhaus in Kiel, in dem auch der Hendrichsaal mit zahlreichen Gemälden von Hendrich war, galt als eine Anlaufstelle für viele Künstler und andere Persönlichkeiten. Auch hatte Wassily mit dem Friedrichshagener Dichterkreis um die Gebrüder Hauptmann und Wilhelm Bölsche Kontakt. Für weitere Informationen bitte auf das Bild klicken.

Bernhard Juchmann, geb. am 03.02.1900 - gest. 1980, machte Hendrich den Vorschlag die Halle Deutscher Sagenring zu bauen, übernahm später, nach ihrer Schließung die Nibelungenhalle im Jahr 1930.
Paul Engeler, Architekt und Mitgesellschafter der Sagenhalle in Schreiberhau, geb. am 18.05.1875 in Bütow - gest. 18.09.1954 in Hamburg-Uhlenhorst. Werner Berendt, Berliner Architekt der Nibelungenhalle in Königswinter. Hans Maier, Architekt der Nibelungenhalle
Franz Stassen, geb. 1869 - gest. in 1949, Künstler und Maler, im Jugendstil groß geworden. Freundschaftlich mit der Familie Wagner und Hendrichs verbunden. Prof. Josef Wenglein, Maler, geb am 05.10.1845 - gest. am 18.01.1919, bei ihm studierte Hendrich in München Franz Josef Krings, geb. 1886 - gest. 1968, Bildhauer und Architekt, fertigte die Außenskulpturen und Reliefs der Nibelungenhalle.


Die Nibelungenhalle im Rohbau



Dr. Günther Holstein, Rechtswissenschaftler, Staats- und Kirchenrechtler, geb. am 22.05.1892 - gest. am 11.01.1931, schrieb Berichte zu Stassen und Hendrich. Freund von Siegfried Wagner. Paul Friedrich schrieb die einleitenden Worte in dem Heft Vom heiligen Gral. Karl Engelhard, Architekt und Dichter, geb. 1879 - gest. 1914, schrieb verschiedene Balladen und Gedichte, unter anderem Nornengast, in dem ein Hendrich Bild verwandt wurde. Des weiteren ist ein Gedicht von ihm in der Kunstmappe "Nibelungenbilder Hermann Hendrich's" abgedruckt. Einige seiner Gedichte wurden im Harzer Bergtheater uraufgeführt. Als Architekt entwarf er Hendrichs Haus in Schreiberhau.
Kaiser Friedrich Wilhelm II., geb. am 27.02.1859 - gest. am 04.06.1941, wird auf Hendrich und seine Bilder aufmerksam. Das Gemälde "Siegfrieds Tod" erwirbt er von Hendrich. Später bestellt er bei ihm ein Gemälde aus dem Atlantis-Zyklus.



Houston Stewart Chamberlain, geb. am 09.09.1855 - gest. am 09.01.1927, Verehrer und Schwiegersohn Richard Wagners, über den er ein umfangreiches Buch schreibt.



Dr. Max Hecker,
Carl Hoth, Freund und Verehrer Hendrichs, übernimmt 1916 die Nibelungenhalle, nachdem diese in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Prof. Eugen Bracht, bei dem Hendrich Schüler war. Prof. Rudolf Maison, geb. 1854 - gest. am 12.02.
1904,
schuf neben verschienden Skulpturen auch das Standbild "Der schlafende Wotan" für die Sagenhalle Schreiberhau. Auf dem Bild ist Maison in seinem Münchener Atelier, sitzend auf Sockel des Reiterdenkmals Kaiser Friedrich III. zu sehen. Dieses wurde auf der Spitze der Berliner Museumsinsel aufgestellt.
Hugo Schuchardt, schuf das Rübezahl-Standbild in der Sagenhalle Schreiberhau. August Wilckens, geb. am 25.06.1870 - gest. 1939, berühmter Jugendstil-Designer und Maler. Fertigte den großen Jugendstilgobelin der Nibelungenhalle "Die Nornen an Weltenesche". Ein weiterer Teppich dieser Art befindet sich heute im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum in Kiel. Um dieses Bild zu vergrößern bitte auf das Bild klicken. Prof. Heinrich Splieth, geb. am 08.02.1877 - gest. am 21.03.1929, Berliner Bildhauer. Fertigte die Bronzeplakette im Eingangsbereich, den Wagnerstein und Hendrichbüste der Nibelungenhalle.


Albert Blasberg, ausführender Architekt beim Bau der Halle Deutscher Sagenring in Burg an der Wupper. Prof. Johann Michael Bossard, geb. 1874 - gest. 1950, Bildhauer. Verkerhrte um 1900 in dem Berliner Künstlerkreis Jungbrunnentisch, zu dem auch Dr. Ernst Wachler und Franz Stassen gehörten. 1925 verschickte er eine "Werbeschrift an meine Freunde" in welcher er den Plan eines gigantischen Kunsttempels entwickelte. Dieser wurde 1943 als Gesamtkunstwerk Kunstätte Bossard errichtet und ist auch heute noch zu besichtigen. Für weitere Informationen bitte auf das Bild klicken. Schwentsen, früher norwegischer Freund Hendrichs.
Hugo Höppner, besser bekannt als Fidus, geb. 1868 - gest. 1948, Maler. Mit dem ersten Werdandifest im Januar 1908 findet auch eine Ausstellung statt an der Hans Baluschek, Fidus, Hendrich, Ludwig von Hoffmann, Max Klinger, Franz Stassen, Hans Thoma, Heinrich Vogeler und noch einige andere Künstler teilnahmen. Fidus war Mitglied der 1907 gegründeten Germanischen Glaubensgemeinschaft (GGG). Prof. Ludwig Fahrenkrog, geb. am 20.10.1867 - gest. am 27.10.1952, Maler, Dichter und Mitbegründer der 1907 gegründeten Germanischen Glaubensgemeinschaft (GGG), welche im Harzer Bergtheater mehrere Allthinge abhielt. Adolf Bartels, geb am 15.11.1862 - gest. am 07.03.1945, Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Journalist.
Mitbegründer des Werdandi-Bundes. Später gehörte Bartels zu den anerkannten und geachteten Persönlichkeiten der Völkischen Bewegung und engagierte sich auch für das Deutschchristentum.
Friedrich Werner von Oestern, Graf Werthern, preußischer Gesandter. Gönner und Mäzen Hendrichs, der ihm ein mehrjähriges Stipendium für ein Studium an der Kunstakademie Berlin verschaffte. Oskar Bie, geb. 1864 - gest. 1938, Privatdozent für Kunstgeschichte, Lehrer an der Berliner Hochschule für Musik und Herausgeber. Schrieb einige Berichte zu Hermann Hendrich und seiner Kunst.

Prof. Otto Eckmann, geb. am 19.11.1865 - gest. am 11.06.1902, Erfinder der Eckmannschrift (Schrifttype des Jugendstils), Graphiker, Maler, Innenarchitekt und Kunsthandwerker, gehörte zu den Hauptvertretern der "floralen" Richtung des Jugendstils. Er gestaltete für zahlreiche Verlage Bücher, Titel, Vignetten, Initialien, so u.a. für S. Fischer, Bruns, Cotta, Diederichs, A. Koch, Reimer und E.A. Seemann. Für die Firma Villeroy & Boch erstellte Otto Eckmann Keramikkacheln. Die Rahmenornamente zu drei Hendrich- Gemäldeabbildungen in dem Buch Richard Wagner stammen ebenfalls von ihm. Kurt Kroner, Bildhauer Ernst von Wildenbruch, geb. am 03.02.1845 in Beirut - gest. am 15.01.1909 in Berlin. Wildenbruch war Diplomat, Schriftsteller und Dichter, Mitglied des Werdandi-Bundes, er verfasste zahlreiche Balladen, Erzählungen, Dramen und Romane, unter anderem Das Hexenlied.


 
Prof. Peter Klotzbach, geb. 17. Oktober 1875 - gest. 1947, fertigte den künstlerischen Entwurf für die Halle Deutscher Sagenring in Burg an der Wupper. Adolf Specht, Architekt aus Radevormwald, fertigte die Bauzeichnungen der Halle Deutscher Sagenring in Burg an der Wupper an.  
     
     
     
     
     
     


Prof. Rudolf Maison in seinem Atelier